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Sport in der Schwangerschaft

Was bringt Sport in der Schwangerschaft? Babys trainierter Frauen kommen besonders vital auf die Welt. Schaukeln im Mutterleib fördert die Entwicklung des Kindes, ganz besonders die Sinnesorgane. Den künftigen Müttern verhilft Bewegung zu einer besseren Körperhaltung. Den typischen Schwangerschaftswehwehchen wie Venenstau, Wadenkrämpfe oder Hämorrhoiden wird vorgebeugt. Ein gutes Körpergefühl hebt die Laune.

Ideal sind Ausdauersportarten: Radfahren, Walken, Schwimmen, Spazierengehen oder Trainingseinheiten auf dem Stepper. Entscheidend ist, dass regelmäßig über einen längeren Zeitraum trainiert wird, nicht nur ab und zu, kurz und heftig. Denn Ausdauertraining verbessert nicht bloß die Kondition, auch Herz- und Lunge arbeiten ökonomischer und pumpen pro Herzschlag mehr Blut in den Kreislauf, so dass der mütterliche und kindliche Organismus optimal mit Sauerstoff versorgt wird. Schon vor der Schwangerschaft trainiert zu haben, ist optimal. Aber auch für Sportmuffel lohnt es, sich einen Ruck zu geben und etwas für die eigene Gesundheit und die des Kindes zu tun.

Der Körper der Frau verändert sich sehr stark im Verlauf der Schwangerschaft. Ausserdem trägt die Schwangere auch die Verantwortung für den Fetus in Ihrem Körper. Deshalb steht die Sicherheit für Mutter und Kind an erster Stelle. Bei Gefahrensignalen muss der Sport sofort unterbrochen werden und eine Untersuchung der Ursachen ist notwendig.

Die acht wichtigsten Trainingstipps

Treiben Sie regelmäßig und moderat Sport: möglichst zweimal, jedoch nicht häufiger als viermal die Woche. Mit dem Partner oder der Gruppe macht das Training noch mehr Spaß. Achten Sie auf Ihren Puls, denn rasen sollte er nie: Ideal ist es, wen die Herzfrequenz während der Schwangerschaft 140 bis 150 Schläge pro Minute nicht übersteigt. Außerdem sollte diese relativ hohe Frequenz nicht länger als 20 Minuten beim Sport anhalten. Mit einer Pulsuhr (aus dem Sportgeschäft) lässt sich der Pulsschlag gut kontrollieren.

Gehen Sie nie zu ihrer Belastungsgrenze, denn eine Überhitzung des Körpers (Hyperthermie) kann dem Ungeborenen schaden. Eine gute Kontrolle bietet der so genannte Talk-Test: Auch unter Belastung sollte Sie in der Lage sein, eine Unterhaltung aufrecht zu erhalten, denn ist die Trainingsintensität okay. Und nie vergessen: Immer ausreichend trinken und atmungsaktive Kleidung tragen.

Gönnen Sie Ihrem Körper nach jeder Belastung eine 24-stündige Erholungsphase, damit er sich vollständig regenerieren kann.

Seien Sie einfühlsam: Niemand kennt Ihren Körper so gut wie Sie selbst; achten Sie auf Veränderungen und spüren Sie, wie viel Bewegung Ihnen gut tut. Auch wenn Sie topfit sind - es wird immer Tage geben, an denen Ihnen nicht nach körperlicher Anstrengung zumute ist. Hören Sie deshalb genauer auf Ihre innere Stimme.

Achten Sie auf Ihre Gelenke: Gelenkschonende Sportarten sind anderen zwar immer überlegen, aber in der Schwangerschaft ist das von besonderer Bedeutung. Während der Schwangerschaft wird nämlich vermehrt der Botenstoff Relaxin ausgeschüttet; der erhöht die Dehnbarkeit der Sehnen und Bänder und damit gleichzeitig auch die Verletzungsgefahr.

Vertrauen Sie Profis, vor allem, wenn Sie in einem Fitnessstudio trainieren: Falsche Bewegungsabläufe und Techniken führen leicht zu einer Fehl- und Überbelastung der Wirbelsäule und der Gelenke. Also lieber einmal mehr als einmal zuwenig nachfragen.

Vorteile von Sport während der Schwangerschaft

Im Normalfall spricht nichts dagegen, sich während der Schwangerschaft sportlich zu betätigen. Ganz im Gegenteil: Ein moderates Training kann sich in vieler Hinsicht positiv auf den Verlauf der Schwangerschaft und die Geburt auswirken. Zahlreiche Studien belegen, dass Frauen, die auch in der Schwangerschaft regelmäßig Sport treiben

Da der gesamte Bewegungsapparat und das Herz-Kreislaufsystem während einer Schwangerschaft durch das zusätzliche Gewicht und durch hormonelle Veränderungen extremen Belastungen ausgesetzt sind, macht es Sinn, den Körper schon deswegen fit zu halten.

Auch nach der Schwangerschaft wirkt sich sportliche Betätigung positiv aus: Trainierte Frauen haben es in der Regel leichter, ihr altes Gewicht wieder zu erlangen. Und nicht nur das: mit gezieltem Training können gesundheitliche Probleme wie Gebärmuttervorfall, Inkontinenz und Rückenschmerzen verhindert werden. Unterstützt wird die Gymnastik in der Schwangerschaft durch gezielte Entspannung.

Frauen mit gesundheitlichen Problemen wie Diabetes, hohem Blutdruck, starkem Über- oder Untergewicht sowie Frauen, die eine Risikoschwangerschaft durchmachen, sollten sich vor Beginn ihres Fitness-Programms von ihrem Arzt beraten lassen, um sich und ihr Kind nicht zu gefährden.