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Schwangerschaft, Baby, Kind
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Reiten in der Schwangerschaft

Jedes Jahr bekommen in Deutschland mehr als 10.000 Reiterinnen ein Kind. Frauenärzte sind meist skeptisch, wenn es um das Reiten in der Schwangerschaft geht.

Da sind zum anderen Trab und Galopp, Tölt, Springen, Distanzreiten, Reining, Geländetraining, Galopprennen, und immer dieselbe Frage: Können die Belastungen durch diese Bewegungsabläufe zu veränderten Schwangerschaftsverläufen führen?

Beispiele aus dem Leistungssport

Anky van Grunsven, Goldmedaillengewinnerin Dressur der Olympischen Spiele 2004, hat im November 2004 - zwei Wochen nach einem anstrengenden USA-Aufenthalt - ihr Kind im 7. Monat viel zu früh zur Welt gebracht. Die junge Schwedin Malin Baryard-Johnsson gewann im Oktober 2004, im 5. Monat schwanger, das große TUI-Springturnier in Hannover und wurde im 6. Monat in Stockholm in einem internationalen S-Springturnier zweite nach Marcus Ehnig. Sie hat am 25. Februar 2005 am errechneten Termin in einer normalen, unkomplizierten Geburt einen 3 Kilo schweren, gesunden Jungen geboren.

Einfluss des Bewegungsablaufs

Durch das Reiten wird die Muskulatur des Beckenbodens sehr stark trainiert. Reiterinnen haben eine sehr starke Beckenboden Muskulatur. Für eine natürliche Geburt ist das ein Nachteil. Denn durch Hormone wird die Muskulatur und die Bänder vor der Geburt weicher, damit das Baby die Muskeln, das Gewebe und die Bänder aufdehnen und zur Seite drücken kann. Wirkt man durch starkes Training der Muskulatur dieser Dehnbarkeit entgegen, so ist die Geburt oft sehr schwierig. Der Körper braucht viel mehr Kraft, also Wehen, um das Baby durch den Geburtskanal zu befördern. Das kann dann zu einem längeren Aufenthalt des Babys im Geburtskanal führen und auch zu Schäden am eigenen Körper.

Bei einem Kaiserschnitt sind diese Risiken der starken Beckenboden Muskulatur natürlich nicht relevant. Durch gute Beckenboden Muskulatur hat die Reiterin in diesem Fall nur die Vorteile. Es ist jedoch nicht eindeutig die optimale Lösung direkt einen Kaiserschnitt zu planen. Denn es gibt auch diverse Nachteile.

Die Reitbewegung hat in der normalen Form keine negative Wirkung auf den Embryo.

Risiken beim Reiten

Da ist zum einen die Unfallgefahr auf und mit dem Pferd. Sie lässt sich selbst bei erfahrenen Reiterinnen, bedingt durch den Umgang mit einem großen, bewaffneten Fluchttier, nie ganz auf Null reduzieren. Vor allem wenn man mit jungen Pferden umgeht, wenn mehrere Pferde zusammen gehalten oder gearbeitet werden, wenn Fragen der Dominanz und der Motivation mit einem übermütigen 600-Kilo-Partner geklärt werden müssen, haftet dem Alltag von Pferdemenschen ein Restrisiko an.